Am 15. Dezember 2025 konnte im Kosmosviertel wieder ein neuer Baufortschritt gefeiert werden. Das Facility Management des Bezirksamtes Treptow-Köpenick hatte alle Baubeteiligten, Unterstützer sowie vor Ort ansässigen Einrichtungen und Vereine in das Bürgerhaus Altglienicke zu einem Richtfest 2.0 eingeladen. Es galt den neuen Erweiterungsbau an der Ortolfstraße 184 feierlich zu eröffnen. Daneben konnte auch der vollständig sanierte Saal bestaunt werden.
Bezirksbürgermeister Oliver Igel richtete dabei ein Grußwort an die Gäste. Gleich zu Beginn zeigte er sich erfreut, wie hell der Bürgersaal nun nach seiner Sanierung geworden sei. Mit dem barrierefreien Anbau hätte das Bezirksamt Treptow-Köpenick zusätzliche, flexibel nutzbare Räume für Vereine, Initiativen, freie Träger sowie Bürgerinnen und Bürger des Stadtteils geschaffen, was damit die Rolle des Bürgerhauses als lebendigen sozialen Treffpunkt stärke. Die Umsetzung der Sanierungsmaßnahmen und des Erweiterungsbaus sei unter der Gesamtverantwortung der Serviceeinheit Facility Management des Bezirksamtes Treptow-Köpenick erfolgt. Die zeitliche Umsetzung des Projekts erfolgte dann mit einer nur geringfügigen Verzögerung.
Bezirksbürgermeister Igel betonte: „Mit dem neuen Erweiterungsbau setzen wir ein deutliches Zeichen für eine moderne, offene und lebendige Stadtteilarbeit in Altglienicke. Das Bürgerhaus ist ein zentraler Ort des Miteinanders, und mit den neuen barrierefreien Räumen schaffen wir noch bessere Voraussetzungen für Begegnung, Engagement und kulturelle Angebote.“ Daher dankte er am Ende der Serviceeinheit Facility Management, die dieses wichtige Projekt mit großer Sorgfalt und hoher Professionalität umgesetzt habe. Im Anschluss dankte der für das Bauprojekt Verantwortliche noch mal allen am Bau beteiligten Firmen und dahinterstehenden Akteuren einzeln und erläuterte welchen Part sie im Baugeschehen ausgeführt haben. Auch dem Quartiersmanagement wurde gedankt, dass die Schaffung eines Anbaus aktiv unterstützt hat. Danach wurde das bereitstehende Büffet eröffnet, zu dem draußen auch gegrillt wurde.
Das Ganze war erstmal eine Dankeschön-Veranstaltung im eher kleinen Rahmen. Auch an die im Haus ansässigen Einrichtungen und Vereine gerichtet, die das eine und andere Mal mit Einschränkungen zu kämpfen hatten. Die eigentliche hochoffizielle Einweihung findet im Zusammenhang mit der Fertigstellung der Außenanlagen im Sommer 2026 statt. Der Saal wirkt nun nicht nur heller, sondern auch größer. Der Tresen und eine dahinter befindliche kleine Küche sind verschwunden. Vom Saal gibt es nun eine zusätzliche Tür in den Außenbereich, wo in den nächsten Monaten auch noch eine Terrasse entstehen soll. Nicht nur die Fenster und Türen, auch die Bühnentechnik wurde komplett erneuert. Hier kommen demnächst noch Vorhänge. Der Saal bekam eine neue Alarmtechnik.
Wie gestaltet sich der Erweiterungsbau?
An der Rückseite des Saales wurde ein Durchbruch mit einer neuen Tür vollzogen, wo sich der Erweiterungsbau anschließt. Deckenfenster sorgen in diesem für zusätzliches Licht. Der Anbau bietet noch mal einen kleineren multifunktionalen Saal für etwa 50 Personen, während der Bestandssaal etwa 100 Personen fasst. Diese können gemeinsam wie auch getrennt voneinander genutzt werden. Von dem Erweiterungsbau gehen eine jetzt größere Küche, ein Lagerraum, ein Behinderten-WC sowie zwei Toilettenanlagen für Männer und Frauen ab. Der neue kleine Saal bietet auch eine herunterfahrbare Leinwand für etwa Filmvorführungen. An dessen Seite ist der neue Eingangsbereich für den Saal. Man kann künftig direkt von der Ortolfstraße hinein. Das war auch einer der Gründe für den Erweiterungsbau, denn bisher musste man von der anderen Seite mit dem Parkplatz davor in den Saal und damit durch den Bereich des Jugendklubs. Dieses setzte immer Absprachen mit dem Jugendklub voraus. Zudem mussten bislang die Toiletten von den Jugendlichen und Saalnutzenden gemeinsam genutzt werden. Das ist künftig nicht mehr erforderlich.
Begonnen wurde die Baumaßnahme im dritten Quartal 2024 mit dem 1. Bauabschnitt, als umfangreiche Sanierungsarbeiten an der Bestandsdachkonstruktion des mehrfachgenutzten DDR-Plattenbaus eingeleitet wurden. Es folgte als 2. Bauabschnitt eine zwingend erforderliche Sanierung des Daches der Bibliothek und des Saales. Im Zuge der Arbeiten wurden zudem die gesamte Blitzschutzanlage erneuert sowie bauliche Vorbereitungen zur Installation einer Photovoltaik-Anlage getroffen. Anfang 2026 wird die Berliner Stadtwerke KommunalPartner GmbH diese dann noch auf dem Dach installieren. Die Anlage mit 99 kWp Leistung wird künftig jährlich rund 84.000 kWh Strom erzeugen, der überwiegend direkt vor Ort genutzt wird. Damit können pro Jahr etwa 33 Tonnen CO₂ eingespart werden.
Einige Details
Die sonstigen Sanierungsmaßnahmen konnten im März 2025 erfolgreich abgeschlossen werden. Das Gesamtinvestitionsvolumen lag bei 850.000 Euro. Mit dem Abschluss der Sanierung startete im April 2025 der Bau des neuen Erweiterungsbaus. Finanziert wurde das Projekt aus PMO-Mitteln in Höhe von 1.285.000 Euro sowie aus bezirklichen Bauunterhaltungsmitteln von rund 200.000 Euro (anteilig im Haushaltsjahr 2026). Ferner stellte das Facility Management des Bezirksamtes im Oktober 2025 einen Fördermittelantrag im Programm „Europa im Quartier“, welches die die energetische Sanierung von Bestandsgebäuden sowie die funktionale Weiterentwicklung der Raumstrukturen am Standort unterstützt.
Nach dem Jahreswechsel werden zum Sommer 2026 hin noch die Außenanlagen in Angriff genommen mit dem neuen Eingangsbereich von der Ortolfstraße zum Bürgersaal. Durch diesen Zugang soll es letztlich noch häufiger möglich sein, den Saal zu nutzen, sei es für Veranstaltungen der örtlichen Einrichtungen und Vereinen, aber auch für private Anlässe. Der große wie auch der kleinere Saal lassen sich dann beim Facility Management des Bezirksamtes dafür buchen. Das Bürgerhaus Altglienicke wird damit künftig noch mehr ein Ort der Begegnung.