Zu Gast war diesmal Tuja Pagels, die Koordinatorin für Bewegungs- und Gesundheitsförderung am Alexianer Klinikum Hedwigshöhe. Gleich zu Beginn gab es von ihr auch einen Inputvortrag „Wie können wir Gesundheit fördern?“ unter der Agenda, was Gesundheitsförderung sei und was die Handlungsfelder dafür sind, wie Bewegung, Ernährung, Vermeidung von Stress und Sucht.
Was ist Gesundheitsförderung?
Gesundheitsförderung ist alles, was Menschen dabei unterstützt, gesund zu bleiben und ihren Alltag gesund zu gestalten. Es geht darum, zu verhindern, dass Krankheiten auftreten, aber auch zu unterstützen, wenn es z.B. chronische Krankheiten gibt. Dabei spielen auch alltagsnahe Dinge eine Rolle wie soziale Kontakte und Bewegung. Für Bewegung wurden Beispiele genannt, wie Alltagsaktivitäten so oft wie möglich, Ausdauer-Sportarten 2-5mal je 30 Minuten die Woche, Kräftigung der Beweglichkeit genauso oft und Koordination bzw. Schnelligkeit mit sportlichen Spielen je nach Belieben. Im Rahmen einer Bewegungslandkarte (https://bewegungslandkarte.de) wurde gezeigt, was es für Angebote in Altglienicke bereits gibt.
Die richtige Ernährung spielt ebenso eine Rolle, um zum optimalen Gewicht zu gelangen. Hier wurde auf die Internetseite https://www.in-form.de verwiesen. Es wurden Beispiele zur Vermeidung von Stress gegeben sowie auf die Gefahren durch Sucht verwiesen. Schließlich konnten Fragen gestellt werden und es wurde in die Diskussion übergegangen. Dabei war auch zu erfahren, dass es verschiedene Projekte dazu gebe, auch im Kosmosviertel, wie etwa durch bwgt e.V.
Was kann in Sachen Gesundheitsförderung getan werden?
In einem Brainstorming wurde dann noch an einem Flipchart zusammengetragen, was in Sachen Gesundheit im Kosmosviertel positiv und negativ ist in den Bereichen Angebote, Information und System. Es folgte eine obligatorische Pause, in der ein gesunder Snack gereicht wurde.
Danach kam man wieder in zwei Arbeitsgruppen zusammen, die unter der Frage „Was wollen wir gemeinsam angehen?“ sich in den Feldern Gesundheitsangebote und Gesundheitsinformation mit dem Ist und Verbesserungsvorschlägen beschäftigten. Abschließend ging es zurück in ein Plenum, um die jeweiligen Ergebnisse vorzustellen. Bei den Angeboten wurde festgestellt, dass es einiges bereits gebe, aber ein Bedarf bestehe für Mehr zu Gesunde Ernährung & Tipps und zur Sensibilisierung Sucht bzw. Prävention gebe. Ebenso fehle Reha-Sport. Als Ziel wurde genannt, mehr Sichtbarkeit und Infos zu vorhandenen Angeboten in ihrer ganzen Vielfalt. Dazu sollen Kooperationen aufgebaut werden, beispielweise zu Arztpraxen oder Physiotherapien. Hierzu ist angedacht eine kompakte Übersicht zu schaffen. Ebenso angedacht ein Stand der Begegnungsorte auf Festen und in Treffpunkten.
In Sachen Information wurde positiv angemerkt, dass es diverse Online-Portale gebe, allerdings müsse berücksichtigt werden, dass manche kein Internet nutzen und es eine Beratung vor Ort geben solle. Als Ziel wurde notiert, eine Ansprech- und Beratungsstelle vor Ort einzurichten, die Infos zugänglich macht. Konkrete Schritte wäre die Ausstattung einer solchen Stelle mit allen notwendigen Ressourcen mitsamt Personal und Material wie Flyer. Für diese bedürfe es einen zentralen und sichtbaren Standort.
Nach gut zweieinhalb Stunden war das Kiezgespräch beendet und alle Anwesenden konnten mitnehmen, wie perspektivisch das Thema Gesundheitsförderung im Kosmosviertel einen größeren Stellenwert bekommen kann.