Als im vergangenen Jahr am 10. Oktober erstmals eine KiezOlympiade im Kosmosviertel stattfand, spielte leider das Wetter nicht mit. Starke Windböen sorgten dafür, dass die Aktivitäten in den Kiezladen WaMa verlegt werden mussten. Nun gab es bei frühlingshaftem Wetter mit viel Sonne am 24. April 2026 eine Neuauflage. Das Team von bwgt e.V. unter Max Günther, unterstützt vom Quartiersmanagement Kosmosviertel und dem Kiezbund Altglienicke, hatten Jung und Alt zur 2. KiezOlympiade eingeladen. Startpunkt war um 15 Uhr vor dem Kiezladen WaMa.
Zur KiezOlympiade
Bei der KiezOlympiade handelt es sich um ein niedrigschwelliges Bewegungs- und Begegnungsangebot für alle Menschen im Kiez. Es ging darum an verschiedenen Stationen auf dem Quartiersplatz Geschick und Ausdauer unter Beweis stellen. Dabei sollte für alle etwas dabei sein, unabhängig von Alter und Erfahrungen. Zu absolvieren war alles gemeinsam in Zweier-Teams. Wer nicht zu zweit kam, bekam vor Ort schnell eine weitere Person an seine Seite vermittelt. Danach konnte es mit einer Stempelkarte ausgestattet losgehen.
Was gab es für Angebote?
Geboten wurden bis 18 Uhr insgesamt 13 Stationen mit sportlichen und spielerischen Herausforderungen. Diese wurden von verschiedenen Trägern und Vereinen aus dem Kiez betreut. Da gab es zum einen eine selbstgebaute Torwand der Manege gGmbH, auf der es galt mit unterschiedlichen Wurf- und Spielgeräten wie Fußball, Handball oder Frisbee die Öffnungen zu treffen. Auf dem Kiezkreisel gab es seitens der Sportförderung des 1. FC Union Berlin einen Fußball-Parkour mitsamt Quiz. Nebenan wurden von der VSG Altglienicke Badminton und von bwgt e.V. Tischtennis geboten. Die im Kiez neue gemeinnützige Organisation wirBERLIN gGmbH warb nicht nur für das Projekt „Kiezpflege Kosmosviertel – Förderung der gemeinschaftlichen Verantwortungsübernahme im öffentlichen Raum“, führte zeitgleich eine Cleanup-Aktion zur Reinigung der Grünflächen durch, sondern man konnte sich im Kronkorken-Zielwerfen probieren. Der Abenteuerspielplatz Waslala war im Grünzug mit einem Geschicklichkeitsparkour präsent. Die Teams von Kiezbund und Quartiersmanagement betreuten das Angebot Minigolf sowie einen Basketballautomaten. Bei der Volkssolidarität ließ sich Outdoor-Schach spielen. Vom bwgt e.V. gab es ein weiteres Angebot im Cornhole, ein auch als Bean Bag oder Sackloch bekanntes Freizeitspiel, bei dem mehrere Spieler abwechselnd mit gefüllten kleinen Säcken auf eine angehobene Plattform mit einem Loch werfen. Beim Jugendklub Base 24 konnte man sich erproben an einem Boxautomat und im Wikingerschach. Bei letzterem, auch Kubb genannt, versuchen Spieler jeweils die Holzklötze der Gegenpartei mit Wurfhölzern umzuwerfen. Die Medienetage der WeTeK Berlin gGmbH hatte Switch-Bewegungsspiele aufgebaut. Damit alle auch mal eine kleine Pause einlegen können, gab es vor dem Kiezladen WaMa aufgebaut ein paar Getränke und gesunde Snacks.
Wie verlief das alles?
Im Mittelpunkt dieser besonderen Olympiade stand vor allem der Spaß an Bewegung, das gemeinsame Erleben sowie das Kennenlernen neuer Sport- und Spielformen. Das Ziel war es zu zweit interaktiv mindestens neun der 12 Stationen erfolgreich zu absolvieren und dafür jeweils einen Stempel auf seiner Karte zu erhalten. Am Ende wurde man dafür mit einer Medaille belohnt, so dass letztlich alle als Sieger nach Hause gingen.
Die Stationen selber wurden allesamt gut angenommen. Die Teilnehmenden hatten sichtlich ihren Spaß und konnten dabei auch nebenbei etwas Sonne Tanken. Bei den Mitmachangeboten der KiezOlympiade kam die nachbarschaftliche Begegnung nicht zu kurz wie auch mancher der beteiligten Träger und Vereine dabei die Möglichkeit nutzen konnte, mit Menschen aus dem Kiez ins Gespräch zu kommen und über die eigene Arbeit zu informieren.