Ein Kiez feiert 10 Jahre Quartiersmanagement Kosmosviertel

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Am Tag der Städtebauförderung wurde im Rahmen eines Nachbarschaftsfests mit einem vielseitigen Programm 10 Jahre Quartiersmanagement Kosmosviertel gefeiert.

Am 9. Mai 2026 fand wieder der bundesweite Tag der Städtebauförderung statt. Es handelt sich um einen jährlichen bundesweiten Aktionstag, an dem alle Städte und Gemeinden dazu aufgerufen sind, ihre Planungen, Projekte und bereits erzielten Erfolge der interessierten Bevölkerung zu präsentieren. Derartige Erfolge im Rahmen der Städtebauförderung lassen sich im Süden Altglienickes gut zeigen. Das Quartiersmanagement Kosmosviertel lud zu einem bunten Nachbarschaftsfest auf dem Quartiersplatz ein. Anlass war dabei neben dem Tag der Städtebauförderung ein rundes Jubiläum, nämlich das zehnjährige Bestehen des Quartiersmanagements.

Rückblick auf 10 Jahre Quartiersmanagement

Am 1. April 2016 ging es los mit dem Quartiersmanagement im Kosmosviertel. Ein Team vom sozialen Träger Stadtkümmerei GmbH um Daniel Fritz übernahm seinerzeit die Aufgabe im Rahmen des Landesprogramms Sozialer Zusammenhalt für wirtschaftlich und sozial benachteiligte Stadtteile eine entsprechende Förderkulisse aufzubauen und Menschen im Kiez zusammenzubringen, damit sie sich stärker für ihr Umfeld engagieren. Seitdem ist in zehn Jahren viel passiert, egal ob es das nachbarschaftliche Engagement bzw. das generelle Miteinander betrifft oder Bauprojekte bzw. neue soziale Einrichtungen und Treffpunkte. In einer im Büro des Quartiersmanagements erhältlichen kleinen Broschüre kann man auf dieses Jahrzehnt etwas genauer zurückblicken.

Buntes Programm rund um die Bühne zum Geburtstag

Der 9. Mai 2026 bot jedenfalls zum Feiern beste Rahmenbedingungen auf dem Quartiersplatz bei Temperaturen etwas über 20 Grad zusammenzukommen. Rund um die Pergola war einiges mitsamt einer kleinen Bühne aufgebaut. Hier konnte man ein vielfältiges Programm für Jung und Alt genießen. Nach einer offiziellen Begrüßung durch das QM-Team sorgten unter anderem das Kinderprogramm mit Clown Balzer, ein Bläserquartett (Bläsertrio) der Musikschule Treptow-Köpenick sowie die Line-Dance-Gruppe des KIEZKLUBs für stimmungsvolle Unterhaltung. Die Moderation auf der Bühne hatte Nils Jühnke vom Kiezbund Altglienicke inne.

Höhepunkt war eine Ehrung von engagierten Menschen im Kosmosviertel, welche die Bezirksstadträtin für Stadtentwicklung, Straßen- und Grünflächen sowie Umwelt- und Naturschutz Dr. Claudia Leistner vornahm. Dabei wurden allerlei Personen geehrt, die seit den Anfängen des Quartiersmanagements dabei sind. Diese erhielten nach jeweils einer kleinen Laudatio als Dankeschön eine kleine Trophäe „10 Jahre Engagement im Kosmosviertel“. Zum Abschluss gab es noch ein Gruppenbild. Es schloss sich eine Game Show des Quartiersmanagements zum Mitmachen an, in der allerlei Fragen zum Kiez zu beantworten waren.

Am anderen Ende der Pergola wurde zwischenzeitlich ganz offiziell die obligatorische Geburtstagstorte angeschnitten und das Büffet eröffnet. Leckereien vom Grill, frische Salate und verschiedene Kuchen lockten hier neben natürlich allerlei Getränken. Für Kinder gab es auch jenseits der Bühne ein besonderes Angebot, denn der Mitmach-Zirkus von Cabuwazi lud zum Ausprobieren und Staunen ein. Wer unabhängig vom Alter Erinnerungen an diesem Tag festhalten wollte, konnte im Fotoautomaten vor dem QM-Büro Bilder direkt zum Mitnehmen machen lassen.

Ausstellung zum Kosmosviertel

Im QM-Büro selber wurde auch etliches aufgebaut. Hier befand sich eine Ausstellung mit Fotos, Luftbildern und Projektbeispielen aus den Jahren 2016 bis 2026, welche eindrucksvoll die positiven Entwicklungen und Veränderungen im Quartier in den vergangenen zehn Jahren zeigte, seit es das Quartiersmanagement gibt und so auch zusätzliche Fördermöglichkeiten bzw. Mittel für den Kiez bestehen. Dort wurden an Tafeln in Angriff genommene Projekte aufgezeigt, wie unter anderem der Kiezladen WaMa, die Neugestaltung des Grünzuges, der Mehrzweckraum der Schule am Pegasuseck, die Begegnungsstätte SonnenAtrium an der Kita Sonnenschein in der Uranusstraße oder das Erweiterungsgebäude zum Bürgerhaus. Die Liste ist noch viel länger.

Es gab jedoch auch einen Blick, der über die vergangenen zehn Jahre deutlich hinaus ging bis in die Anfänge des Quartiers. Der Bürgerverein Altglienicke e.V. zeigte im QM-Büro noch einmal in Teilen seine 2012 präsentierte Ausstellung „Durch Staub zu den Sternen - 25 Jahre Kosmosviertel“, welche im Jahr 1987 mit den ersten baulichen Maßnahmen auf einer bis dahin landwirtschaftlich genutzten Fläche einsetzt. Mit unzähligen Planungsunterlagen, Zeitungsartikeln und Bildern aus der Anfangszeit wurde die Geschichte des Wohngebietes als letztes Plattenbauquartier der DDR mit Erstbezug 1989 lebendig. In der Mitte des Raumes stand ein altes Planungsmodell der Berliner Stadtverwaltung, wie das eigentlich wesentlich größer geplante Kosmosviertel mal aussehen sollte. Auch diese Ausstellung fand großes Interesse, dabei insbesondere die alten Bilder aus den Anfängen. Der Bürgerverein Altglienicke e.V. beantwortete Fragen zu Historie und Planungen.

Fazit

Draußen war über vier Stunden lang gut etwas los. Das Fest wurde von vielen Menschen aus der Anwohnerschaft bestens angenommen und bot wieder zahlreiche Gelegenheiten für nachbarschaftliche Begegnungen und Gespräche. Auch Bezirksbürgermeister Oliver Igel schaute zwischenzeitlich vorbei.
Ein Dank geht an alle, die über das QM-Team hinaus am 9. Mai mit dazu beigetragen haben, dass alles von den Vorbereitungen, vom Auf- und Abbau, bis hin zum Fest selber erfolgreich verlief. Etliche Träger und Ehrenamtliche wirkten daran aktiv mit. Dieses Fest zum Jubiläum 10 Jahre Quartiersmanagement Kosmosviertel rückte noch mal sehr deutlich in Erinnerung, wieviel Positives für das Wohngebiet seit 2016 erreicht wurde. Und es ist dabei kein abgeschlossener Prozess, denn längst sind weitere Projekte in der Vorbereitung oder Realisierung für einen noch mehr lebens- und liebenswerteren Kiez.

Foto: Joachim Schmidt
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